Fresssucht. Adrenalinrausch. Drogenexzesse. Gewaltjunkies. Alkoholvernichtung. Tablettensucht. Alles Ausdruck ein und der selben Sache, nämlich von Völlerei. Davon, dass man einfach nicht genug bekommen kann von guten Dingen, Dingen die einen sich gut fühlen lassen. Egal ob in der Kneipe in welcher man sich so lange mit Bier und Schnaps und Whisky zulaufen lässt bis man all seine Sorgen vergessen hat oder jeden Tag im Restaurant Steak und Wein im Wert von hundert Dollar verspeist, im Endeffekt geht es eigentlich nur darum zu genießen und sich nicht mit Dingen zu beschäftigen, an die man nicht erinnert werden möchte. Das ist normal.
Doch die Menschheit hat es verlernt sich zu mäßigen. Es geht immer darum mehr in sich hinein zu stopfen, mehr zu erreichen, mehr zu haben, mehr mehr mehr! McDonalds ist überfüllt, Drogen werden immer stärker und billiger, der Schönheitswahn ist genau das, ein Wahn, und in den Schatten der Schulgebäude treffen sich Jugendgangs um sich gegenseitig die Fresse zu polieren. Einfach nur weil sie Lust darauf haben.
Straßenkämpfe werden immer häufiger und kommen sogar in Mode, die oberen Zehntausend jubeln und feiern wenn junge Leute aus der Gosse und den unteren Schichten sich gegenseitig auf die Fresse hauen, es werden Getränke und Erfrischungen gereicht während das Blut auf den harten Asphaltboden tropft.
In einer Nobeldisco werden die Lines von Koks gezogen, in einem alten Lagerhaus treffen sich Jugendgangs und spritzen sich gegenseitig Heroin, auf Schulklos wird Pep vertickt und die Lehrer greifen zur Flasche.
Wie ein Krebsgeschwür hat es sich in der Welt der Sterblichen fest gesetzt, immer mehr und mehr frisst es sich in die Eingeweide der Gesellschaft, gleich einer kränklichen mit Eiterpusteln übersähte Ratte in eine verrottende Leiche. Milliarden von Dollar werden hinaus geworfen um den Schmerz den man spürt irgendwie zu betäuben anstatt etwas dagegen zu tun, es ist ja auch so viel einfacher.
In keiner anderen Stadt des Landes wird so viel Geld gemacht mit Drogen, in keiner anderen Stadt gibt es so viele Clubs und Diskotheken, so viele Nobelrestaurants, so viele Imbissbuden, so viele Fress- und Fickpaläste, so viele Schlägereien, nirgendwo mehr Alkoholumsatz und nirgendwo mehr Drogenhöhlen. Die Verbrechersyndikate sind schweinereich und mächtig, die Polizei blind und korrupt, die Bevölkerung dumm und triebgesteuert, die Politiker selbstsüchtig und gierig. Diese Stadt ist ein Pfuhl der Sünde und der Dunkelheit, ein Mahlstrom aus Erlebnissen und Eindrücken und Versuchungen und Hoffnungslosigkeit. Und das ganze spült man am einfachsten herunter mit einem ordentlichen Schuss Whiskey und Gewalt.