Es stinkt ein Nosferatu zu sein, wirklich, und ich meine nicht weil ich es tue. Jedenfalls nicht direkt, auch wenn das zusammen hängt. Nein, wovon ich rede ist das Problem, alleine zu sein, niemanden zu haben der für einen da ist. Versteht mich nicht falsch meine Freunde sind großartig und ich bin jeden Tag dankbar dafür solche gefunden zu haben die so viel Geduld mit jemandem wie mir haben. Aber das reicht eben leider nicht immer.
Es gibt Nächte in denen wandere ich durch die dunklen Straßen und Gassen dieser Stadt und der anblick von verliebten Paaren bringt das Tier in mir zum Vorschein und ich kann jedes mal wieder das Verlangen spüren den glücklichen Saftbeuteln die Scheisse aus dem Leib zu prügeln und das Blut aus den Adern zu saugen. Dann suche ich mir irgend etwas um meine Wut heraus zu lassen, sei es ein Köter oder einfach ein Auto oder ein Drogendealer. Doch das hilft nicht wirklich, nur für den Moment.
Einsamkeit ist wie eine eiskalte Hand die ein Herz packt und brutal zusammen quetscht, jedes Fünkchen Hoffnung und Lebensfreude heraus presst, sogar aus einem untoten, kalten, schwarzen Herzen wie meinem. Ich bin ein Monster, das weiß ich. Ich sauge Blut und jage Menschen, ich bin den Tag über tot und in der Nacht untot. Ich rieche wie eine alte Gruft und mein Mund ist ein Mahlschlund aus spitzen, gelben Zähnen, von einem Ohr zum anderen. Meine Stimme klingt wie ein rostiges Reibeisen und meine Hände haben Klauen anstelle von Fingernägeln.
Ich bin ein Biest. Wo ist dann meine Schöne?